25 Jahre Grüne Erde

In Zeiten von Lohndumping mit daraus resultierender, moderner Sklaverei – besonders in der Textilindustrie – sollte mehr Aufmerksamkeit auf die soziale Verantwortung der Wirtschaft gelenkt werden.

CSR – Corporate Social Responsibility. Dieser Begriff bezeichnet den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Es geht darum, erfolgreich zu wirtschaften, Mitarbeiter als Partner einzubeziehen, an Umwelt und Zukunft zu denken und Grundsätze engagiert umzusetzen. Tatsächlich muss das Thema umfassender betrachtet werden – es ist ein Zusammenspiel von Rücksicht auf Umwelt, Gesund-
heit und Nachhaltigkeit. Und das betrifft natürlich auch den Umgang eines Unternehmens mit seinen MitarbeiterInnen.

Über 80% der Grüne Erde Mitarbeiter sind Frauen, ein großer Teil von ihnen hat Kinder zu betreuen. Bei der Arbeitszeitgestaltung bemühen wir uns, den persönlichen Wünschen der MitarbeiterInnen, ihrer Familien und Kinder weitestgehend entgegen zu kommen. Es gibt derzeit etwa 50 verschiedene Zeitmodelle und vielfältige Möglichkeiten, Urlaube und Zeitausgleich
in Anspruch zu nehmen. Grüne Erde hat für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine freiwillige Pensionsvorsorge ins Leben gerufen, das Unternehmen bezahlt Weiterbildungskurse, Bildungskarenz, täglich gratis Bio-Obst für alle MitarbeiterInnen,

Erfolgreiches Gegenkonzept

Diametral entgegengesetzte Ansätze haben wohl Unternehmen, die in Billiglohnländern produzieren und bei möglichst geringen Lohnkosten möglichst hohe Spannen zu erzielen suchen. Ob die Produktion dort unter menschenverachtenden Umständen abläuft, spielt da keine
Rolle. Die Konsequenzen hier in Europa: Steigende Arbeitslosigkeit und mehr schlecht bezahlte Jobs, die nicht einmal das Überleben sichern (Working poor) insbesondere bei schlechter Qualifizierten, damit sinkende Kaufkraft beim unteren Einkommensdrittel. Wir Konsumenten ar-
beiten also letztlich daran mit, dass die Einkommensschere zwischen Reich und Arm immer größer wird und dass sich schlussendlich auch immer mehr Menschen in unserem Land nur noch das Billigste leisten können. Grüne Erde bietet ein erfolgreiches Gegenkonzept. 25 Jahre
nachhaltigen Wirtschaftens beweisen es, einige Preise, die Grüne Erde erhalten hat, bestätigen es:

Auszeichnungen und Preise

1997 „Frauenfreundlichster Betrieb Oberösterreichs“
1998 Audit „Familienfreundliche Arbeitswelt“ (BMUJF)
1998 OÖ Landesfamilienpreis
2001 „Homer – OÖ Preis für innovative berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen“
2001 Landesfamilienpreis OÖ
2002 OÖ Landespreis für Umwelt und Natur (Sonderpreis „Nachhaltiger Lebensstil“)
2006 – Gleichbehandlungsbilanz der Grünen –100 von 100 Punkten
2008 – OÖ Landespreis für Umwelt und Natur

Barbara Freund am 10. Oktober 2008

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